Vorladung

Eine Vorladung erfolgt in der Regel zur Vernehmung. Wer als Zeuge geladen ist, kann schnell auch Beschuldigter sein.

Bei der Vernehmung kann es sich um eine Beschuldigtenvernehmung oder Zeugenvernehmung handeln, wobei die Grenzen fließend sind.

Andere Fälle sind die Vorladung zur Erkennungsdienstlichen Behandlung, zur Abgabe einer DNA-Probe oder die Ladung zur Hauptverhandlung, sei es als Angeklagter oder Zeuge (siehe Zeugenbeistand).

Vorgeladen werden können Sie zur Vernehmung durch die Polizei (den Zoll, die Steuerfahndung usw.) und vor dem Staatsanwalt oder Richter.

Für alle Vorladungen zur Vernehmung, sei es als Beschuldigter oder Zeuge, gilt: Einer Vorladung zur Polizei (Zoll, Steuerfahndung…) müssen Sie nicht Folge leisten.

Sie können einfach zu Hause bleiben. Sie brauchen sich auch nicht zu entschuldigen. Ob Sie absagen oder nicht, ist allein eine Frage der Höflichkeit. Die Polizei hat dann nur die Möglichkeit, Ihre Vorladung zur Vernehmung durch den Staatsanwalt oder Richter zu beantragen. Oder sie verzichtet auf Ihre Vernehmung. Mehr nicht.

Sind Sie vor den Staatsanwalt oder den Richter vorgeladen, müssen Sie erscheinen, es sei denn, Sie sind zwingend verhindert. Kommen Sie ohne ausreichende Entschuldigung nicht, werden Sie zwangsweise vorgeführt.

Verhalten

  • Sie müssen einer polizeilichen Vorladung nicht Folge leisten. Sie können zu Hause bleiben. Ohne Risiko. Egal, ob Sie als Zeuge oder Beschuldigter vorgeladen sind.
  • Bei der Polizei müssen Sie auch nichts sagen. Außer Ihrem Namen und Ihrer Anschrift gar nichts. Ohne jeden Nachteil.
  • Sie haben als Beschuldigter und als Zeuge immer das Recht, vor oder bei einer Vernehmung eine Anwältin oder einen Anwalt hinzuziehen.

Unser Tip: machen Sie ohne vorherigen anwaltlichen Rat keine Aussage, weder bei der Polizei, noch bei Staatsanwalt oder Richter.

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